Schmankerl für Sprachliebhaber – 5.5.16

Der griechisch-orthodoxe Patriarch X (ich kann mir keine Namen merken) war nach Wien gekommen um eine renovierte Kirche einzuweihen. Er spricht gut Deutsch und hielt eine Rede, in welcher er sich selbst –  in aller Bescheidenheit – als „unsere Wenigkeit“ bezeichnete ….

22.4.16 – Jules Anregung kommt gerade richtig

Ich wollte so einen Frustartikel schreiben „Und da hat doch tatsächlich…… unglaublich … etc pp.“

Betrachtungen über ein Stück Krempel sind  viel interessanter. Schrauben, Nägel, Dichtungen und ähnliches fallen zwar nicht so unter mein Beuteschema, aber dieses Teil, das kein Krempel im engeren Sinn ist, habe ich schon sehr lange. Es liegt vor meinem Computerbildschirm und ich nehme es immer wieder in die Hand und poliere dabei die vielen Flächen.

Es ist ein Wirbel irgendeines großen Säugetiers. Es könnte, von der Größe her, auch ein menschlicher Wirbel sein. Ich weiß es nicht mehr. Bevor jetzt jemand glaubt, dass ich nächtens mit einer Schaufel ausgerüstet auf Friedhöfen oder Anatomieinstituten herumschleiche, muss ich wohl den Ursprung dieses schönen Stücks erklären. Es ist ein Überbleibsel aus Studienzeiten. Damals habe ich des öfteren auch Vorlesungen und Praktika sowohl bei den Zoologen als auch bei den Anthropologen besucht. Zu Zeiten als ich studiert habe, in den späten Siebzigerjahren, konnte man sich noch gleichzeitig an allen Fakultäten frei herumtreiben.

Dieser schöne Wirbel mit seinen vielfältigen Strukturen liegt nun seit Jahrzehnten auf meinen jeweiligen Schreibtischen herum und hat alle Übersiedlungen und Ausmistaktionen souverän ignoriert.Unser gemeinsamer Weg ist also schon ein recht langer.

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Als ich vor ein paar Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte, habe ich den Wirbel auch oft betrachtet und mir vorgestellt durch welche Löcher, die Nerven laufen und wie leicht sich da irgendetwas verhaken kann. Er ist also eine Mischung aus Erinnerungsstück und Anschauungsobjekt.

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